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Ran an die Fördertöpfe – gewusst wie!

Woman in Gold Rain

Ein individuelles Hotel zu führen ist Vielfalt pur. Ob Organisation, Produktentwicklung oder  Qualitätssicherung, klassisches oder Social Media Marketing, manchmal weiß man nicht mehr, wo einem der  Kopf steht.  Dazu kommt das  Problem, dass es immer schwieriger wird, die richtigen Mitarbeiter zu finden und zu binden. Gut beraten ist ein Unternehmer, der auf externe Hilfe setzt – schlau ist derjenige, der sich über die neuen Fördermittel der BAFA informiert. Die Zeitläufte machen es nicht einfacher, denn die Rasanz der Veränderung in vielen Bereichen hat deutlich zugenommen. Die Vortragsräume auf der ITB 2016 in Berlin waren voll, als es um die Themen Big Data und den digitalen Wandel ging.  Alle Experten waren sich einig:

Die Digitalisierung geht nicht mehr weg, sondern erfasst alle Branchen.

Die Grenzen zwischen Handel und Gastronomie, zwischen On- und Offline verschwimmen. Auch die Gäste werden digitaler und ihre Grundbedürfnisse ändern sich. Da fragt sich so mancher Hotelier: Sind wir für die Zukunft richtig aufgestellt? Selbst wer bislang gute bis sehr gute Ergebnisse erzielt, sollte sich nicht darauf ausruhen. Das wäre zu einfach und zu leichtsinnig, sich auf den Erfolgen der letzten Jahre auszuruhen. Stattdessen gilt es, sich mit den aktuellen Herausforderungen und ihre Konsequenzen für den eigenen Betrieb zu beschäftigen.

Ganz gleich, ob es um große oder kleine Veränderungen geht: es ist gut, wenn man sich mit einem sachkundigen und neutralen Experten austauschen kann. Oft ist es erfrischend und inspirierend zugleich, gemeinsam der Phantasie freien Lauf zu lassen, um mit der Essenz wieder auf den Boden der Realitäten zurückzukehren. Ein weiterer Vorteil: mit einem fachlich versierten Berater oder Planer an der Seite steigern Sie Ihre Überzeugungskraft und Ihr Durchsetzungsvermögen, insbesondere gegenüber Banken.

Neue Beratungsrichtlinien 2016

Auch der Staat, in diesem Fall das Bundeswirtschaftsministerium, hat dies erkannt. Um mittelständische Unternehmen (KMU) – nicht nur in der Hotellerie – fit für die Zukunft zu machen, wurde die Bezuschussung von Unternehmensberatungen mit Jahresbeginn neu geregelt und gebündelt. Die bisher bekannten Beratungsprogramme Gründercoaching Deutschland, Turn-Around- Beratung und „Runder Tisch“  wurden seit dem 1. Januar 2016 neu strukturiert und nicht mehr bei der KfW, sondern bei der BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) angesiedelt und zu einem einheitlichen Beratungsförderungsprogramm zusammengefasst. Unterschiedliche „Leitstellen für die Gewerbeförderungsmittel des Bundes“ kümmern sich um die Abwicklung der Förderanträge, die online und immer vor Beratungsbeginn gestellt werden müssen. Die INTERHOGA – Gesellschaft zur Förderung des deutschen Hotel- und Gaststättengewerbes mbH mit Sitz in Berlin fungiert als Leitstelle für die Hotellerie.

Die neuen Richtlinien mögen auf den ersten Blick verwirrend wirken, doch sie sind klar strukturiert und unterscheiden sich nach drei verschiedenen Phasen:

Beratungs- und Förderrichtlinien 2016 der BAFA

Interessanter Weise erfolgte keine Anpassung des bisher unterschiedlichen Förderniveaus in Ost und West. Die Fördersätze – basierend auf der entsprechenden Bemessungsgrundlage – gestalten sich somit wie folgt: 80 % in neue Bundesländer (ohne Berlin und ohne Region Leipzig), 60 % für die Region Lüneburg, sonst für alle anderen Bundesländer 50 %.

Neue Chance für Unternehmen in Schwierigkeiten

Eine Sonderstellung nehmen Unternehmen ein, die sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden.  Unabhängig vom Unternehmensalter und Standort erhalten diese einen Zuschuss von 90%. Sie können eine Förderung erhalten für eine Unternehmenssicherungsberatung zur Wiederherstellung der wirtschaftlichen Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit. Voraussetzung ist in jedem Fall ein vorheriger Kontakt mit dem zuständigen Regionalpartner, der sich auf der Internet-Seite des Interhoga finden lässt. Zusätzlich können Unternehmen in Schwierigkeiten zur Vertiefung der Maßnahmen einer Unternehmenssicherungsberatung eine weitere Folgeberatung zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung gefördert werden.

Ein wichtiger Hinweis an alle Berater:

Bestandsunternehmen dürfen für eine Beratung nicht mehr als fünf Tage in Anspruch nehmen.

Alles, was über diesen Zeitraum hinaus geht, ist für die Bewilligung ein absolutes k.0.-Kriterium. Der Kunde hat allerdings die Möglichkeit, unterschiedliche Beratungsschwerpunkte getrennt zu beauftragen. In der Praxis kann dies bedeuten, dass es zunächst um eine unternehmerische Entscheidung geht, zum Beispiel um eine Expansion, einen Erweiterungsbau oder den Aufbau eines eigenen Caterings. Wurde mit sorgfältigem Abwägen von Pro und Contra die Entscheidung auf den Weg gebracht, kann nun eine gesonderte Beratung beauftragt werden, die sich mit der Betriebsorganisation befasst.

Die jeweilige Fördermaßnahme muss als Einzelberatung durchgeführt und vom Berater nach Tagen und Stunden nachgewiesen werden. Dies gilt auch für die Dokumentation in einem schriftlichen Beratungsbericht. Vor allem aber setzt die Behörde auf Qualität: nur wer den strengen Anforderungen der BAFA genügt und ein eigenes Qualitätssicherungssystem nachweisen kann, kann sich bei der BAFA als Berater akkreditieren lassen. Dazu zählen diverse FCSI-Mitglieder, die Unternehmer gerne mit ihrem fachlichen Know-How und ihrer professionellen Beratungsleistung gerne noch erfolgreicher machen.

Hier geht es zu den Kernkompetenzen der professionellen FCSI-Berater:  www.fcsi.de

Ausführliche Informationen zu den neuen Beratungs- und Förderrichtlinien 2016 der BAFA: www.bafa.de