Magnetisches Mitarbeiter Management – so lautet die Zauberformel, wie Arbeitgeber im Gastgewerbe künftig selbst entscheiden, ob sie für ihre Mitarbeiter anziehend wirken wollen. Mehr dazu gab es bei den FCSI Masterclasses, die nach einer gelungenen Premiere im vergangenen Jahr am  29. und 30. Januar 2018 die Vortragsveranstaltungen beim Deutschen Hotelkongress in Berlin bereichern konnten. Führungskräfte der Hotellerie wie auch der Branchennachwuchs interessierte sich für die Rezepte der FCSI-Experten, wie sich heute und in Zukunft erfolgreich Mitarbeiter gewinnen und Mitarbeiter an das Unternehmen binden lassen. Wie wichtig dies ist, wird keiner bestreiten, denn die Diskussion über den verschärften Arbeits- und Fachkräftemangel beschäftigt die ganze Branche im deutschsprachigen Raum. Handeln statt Jammern bringt deutlich mehr – davon sind die FCSI-Berater überzeugt.

No team – No dream! 

FCSI MasterclassesGanz am Anfang eines Engagements starten die Talent Journey der Hospitality Angels.  Bettina von Massenbach FCSI erläuterte, wie wichtig es ist, frühzeitig eine gute Beziehung zwischen dem neuen Teammitglied und seinem Arbeitgeber aufzubauen. Der Rolle der Führungskraft und die Vermittlung von Werten kommt dabei große Bedeutung zu, wie am Praxisbeispiel Fußball klar zu sehen ist. Hier werden nicht die Spieler, sondern die Trainer ausgetauscht. Für das Gastgewerbe bedeutet das: sind die Mitarbeiter glücklich und wissen „darauf kann ich mich verlassen!“ sind sie ihrerseits in der Lage, diese Harmonie weiterzugeben und eine Beziehung mit dem Gast aufzubauen, statt ihm lediglich Speisen  und Getränke an den Tisch zu bringen. Das schafft Stammgäste und bringt neues Umsatzpotential.

Taka-Tuka Management

FCSI MasterclassesGötz Braake FCSI, erfahrener Coach und Mediator, bedient sich bei Pippi Langstrumpf, um eine andere Art des Managements zu vermitteln, die Führungskräfte authentischer, empathischer und erfolgreicher werden lässt. „Das habe ich noch nie vorher versucht, also bin ich völlig sicher, dass ich es schaffe!“ Wer Herausforderung so angeht, und  auch mal Verrücktes tut, wird es schaffen die Entwicklungs-bedürfnisse der Mitarbeiter zu erkennen und die Kreativität im Team zu fördern. Jahreszielgespräche hingegen sind aus seiner Sicht ein alter Hut, denn warum um alles in der Welt soll der Mitarbeiter so lange warten? Besonders die Generation Y braucht ein kurzfristiges Feedback. Humor ist für Götz Braake ein gutes Mittel, um die Arbeit menschlicher zu machen. Ganz nebenbei stärkt Lachen die Ausdauer und die Belastbarkeit des Teams. Kleine, witzige Ideen können viel bewirken. „Überlegen Sie z.B., wie Sie Verbotsschilder in Ihrem Betrieb netter gestalter können!“ lud er die Zuhörer ein. Ein weiterer Tipp des Beraters, der in den Anfängen seiner Karierre u.a. im Disneyland Paris gearbeitet hat: „Sehen sie ihren Betrieb als Bühne!“ Dort gab es an allen Backstage-Türen nach draußen einen Spiegel mit dem Hinweis: „So sieht Dich Dein Gast!“ Seither sei es ihm in Fleisch und Blut übergegangen, ein freundliches Gesicht zu machen, das sich automatisch auf die Mitarbeiter überträgt, wenn er sein Büro verlässt.

Grosse Veränderungen bewegen die Welt 

FCSI MasterclassesWas um alles in der Welt versteckt sich hinter den vier Buchstaben VUCA? Habe ich da etwas versäumt? Das hat sich sicherlich so mancher gefragt, der den Weg in die Masterclass von Klaus Häck FCSI gewagt hat. Der professionelle Coach erläutert, warum Wissenschaftler die Welt mit VUCA bezeichnen: V steht für Volatilität, d.h. sprunghafte Veränderungen die ein Markt, eine Gesellschaft oder ein Unternehmen erfährt wie z.B. Nokia oder die nicht vorhersehbare Verschiebung von Wählerverhalten (USA, Frankreich). Er zitiert Prof. Fredmund Malik von der Uni St. Gallen und einer der anerkanntesten Management Vordenker. Dieser spricht von den aktuell vor sich  gehenden Veränderungen – die größten, die unsere Gesellschaft jemals mitgemacht hat.Dies führt zu Unklarheit und Unsicherheit, was durch die Fülle der Informationen noch erschwert wird. Complex sind die Herausforderungen der Digitalisierung, und wir merken, wie unser Wissen als Führungskraft nicht mehr ausreicht. Mitunter ergibt sich aus den zuvor genannten Aspekten eine in sich widersprüchliche, also von Ambiguität gekennzeichnete und damit umso verwirrendere Marktrealität – d.h. es könnte alles richtig sein – aber wieso?

VUCA-Hotelwelt

Dabei geht es auch um Veränderungen in der Hotellerie, die nicht immer leicht zu nachvollziehbar sind. Entscheidungen, die man früher schnell treffen konnte, werden heute immer komplexer und verlangen viel mehr als das Wissen. Kein Grund zu Panik, meint Coach Klaus Häck: Führungskräfte und Unternehmer, die ihre persönliche Entwicklung in den Vordergrund stellen, werden mit diesen Veränderungen besser zurecht kommen. Selbstsicherheit und Ausstrahlung, das richtige Vertrauen in sich selbst und das richtige Vertrauen in die Mitarbeiter, sie einfach mal machen zu lassen, sind dabei wichtige Faktoren. Wer strukturiert denkt und es schafft, das „Big Picture“ des Unternehmens und persönlich deckungsgleich zu halten, liegt gut in der Spur. In einem sind sich die FCSI-Experten Klaus Häck und Götz Braake einig: richtig oder falsch gibt es nicht mehr – das Ziel ist die bestmögliche Lösung.

Trends der digitalen Hotel Technologie

FCSILicht ins Dunkel der teilweise verwirrenden neuen Technologien zu bringen, hatte Andreas Romani FCSI zum Ziel seiner Masterclass gemacht. Ein wichtiger Trend sind Messaging Systeme, die immer mehr genutzt werden. Sie sind anteilsmäßig von 24% im Jahr 2013 auf 73% in 2017  gestiegen. Für ihn ganz klar: das Publikum wird immer jünger – die wollen so kommunizieren, wie sie es gewohnt sind. Während SMS deutlich an Bedeutung verloren hat, konnte sich hingegen die gute alte E-Mail behaupten, und stieg sogar von 37% auf 60% im Jahr 2017. Als weitere Trends, auf die Hotelbetreiber achten sollten, nannte der Inhaber von ideas4hotels den Live Chat, Voice Search und Digitale Assistenten. Gerade bei letzteren gilt es aber zu bedenken, ob man sie wirklich braucht. Für die Besucher der HotelExpo im Rahmen des Deutschen Hotelkongresses wurde der Vortrag von Andreas Romani idealer Weise ergänzt durch die neue Startup-Arena, bei der man sich vor Ort über viele neue Ideen, Apps und Services informieren konnte.

Gute Zahlen und strahlende Sieger

AHGZ-Chefredakteur Ralf Westermann und DEHOGA-Präsident Otto Lindner (im neuen Look) präsentierten mit zufriedenen Gesichtern positive Zahlen für die Entwicklung der Hotellerie in Deutschland: 100 Mio mehr Übernachtungen als vor 10 Jahren, 460 Mio in 2017, das entspricht einem Plus von 3%.  Trotz vieler zusätzlicher Hotelbetten insbesondere in den Großstädten hat sich die Belegung mit 71,8% kaum verändert. Der RevPar konnte mit 72,10 € etwas zulegen (+1,3%).

Grund  zum Feiern gab es am Montagabend für rund 1.000 geladene Gäste, die gespannt auf die Kür zum „Hotelier des Jahres“ warteten. Daraus wurden dann gleich zwei – der begehrte Award ging an die Roomers-Macher Micky Rosen und Alex Urseanu. Mit dem  „Special Award“ wurde der langjährige Präsident des DEHOGA-Bundesverbandes Ernst Fischer ausgezeichnet. Wir verneigen uns vor dem Lebenswerk des passionierten Gastgebers und vehementen Kämpfers für die Interessen der Branche. Mehr zum Event in der AHGZ-Berichterstattung.

Ausführliche Profile der FCSI-Berater finden Sie unter www.fcsi.de

Bilder Masterclasses / Referenten des FCSI: © Thomas Fedra