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FCSI Jahrestagung 2011

Alleine sind wir stark – gemeinsam sind wir stärker!

In großer Zahl folgten die Mitglieder des FCSI Deutschland-Österreich e. V. der Einladung zum Netzwerken und zur Jahrestagung vom 3. bis 5. November 2011 nach Salzburg.

Goldene Herbstsonne lag über Salzburg, als sich die Gäste des FCSI im Hotel Hubertushof in Anif, vor den Toren Salzburgs, versammelten. Es ist ein ganz besonderes Flair, welches die Mozartstadt so unvergleichlich macht, dazu die Silhouette von Festung, Dom und zahlreichen Kirchtürmen. Diese beeindruckt auch zur Abendzeit, als sich die Teilnehmer nach einem ersten „Boxenstopp“ im Hangar 7 zu Fuß auf den Weg durch die Gassen der Altstadt auf der Suche nach aktuellen gastronomischen Trends machten. Die Jahreszeit war gut gewählt, denn sie konnten eine seltene Erfahrung machen: Die berühmte Getreidegasse, in der sich sonst Menschenmassen bewegen, war fast menschenleer. Die Vorbereitungen für die Christkindlmärkte hatten hier und da schon einladende Lichter angezündet, die für schöne Stimmung auf Wegen und Plätzen sorgten.

Eine Trendtour verleiht Flügel

Den Auftakt für die Tour machte der Stiftkeller St. Peter. Er wurde 803 zum ersten Mal erwähnt und zählt damit zu den ältesten Gaststätten Europas. Geschichte begegnet man in Salzburg an vielen Orten: Im benachbarten Friedhof fanden unter anderem Michael Haydn und Mozarts Schwester Nannerl ihre letzte Ruhe. Bei den nächsten Stationen durch die Salzburger Gastronomie wurde klar, dass diese in den vergangenen 20 Jahren eine erstaunliche Innovationskraft entwickelt hat. Motoren dafür gibt es viele – engagierte und kreative Unternehmer, aber auch einen Rennstall, der nicht nur Salzburg Flügel verleiht. Dies zeigen die unterschiedlichen Konzepte des „Afro Café“ und „Carpe Diem“. Das Aushängeschild der Marke „Afro Coffee“ ist das „Afro Café“. Hier trifft sich viel junges Publikum; neben den Kaffee- und Teeprodukten gibt es auch eine Vielzahl original afrikanischer Speisen zu probieren. Bunt und ein wenig schrill, wie man es in Salzburg nicht unbedingt vermuten würde: Als Hymne an die Seele Afrikas versteht sich das Szenelokal, wo es Espresso Martini zu kosten gab. Direkt gegenüber liegt das „Carpe Diem“. „Was Mozart für die Ohren ist, sind wir für den Gaumen!“ – so lautet das Credo des angesagten Treffs am Ende der Getreidegasse. Raffiniert gefüllte Cones, exklusives Fingerfood und klassische Tellergerichte auf höchstem kulinarischen Niveau – das „Carpe Diem Finest Fingerfood“ in der Salzburger Getreidegasse ist die wohl außergewöhnlichste Gourmetadresse der Mozartstadt. Dekoriert wurde das Team dafür mit einem Stern von Guide Michelin und 16 Punkten im Gault Millau. Das absolute Kontrastprogramm bietet „My Indigo“ an der Staatsbrücke. Die Keimzelle des Erfolgs von Doris und Heiner Raschofer hat in der Spitze bis zu 600 Kunden täglich - hoch professionelle Organisation und Rezepturen mit zentraler Produktion und vielen Details in Technik und Präsentation machen es möglich. Das Salzburger Gastronomenpaar erhielt die begehrte „Goldene Palme“ für ihr Gastronomiekonzept „My Indigo“, in dem frisches, leichtes und gesundes Fastfood angeboten wird. Die Aussage der Raschhofers: „Die wahren Helden von myindigo sind unsere Teams“, wusste Shopkeeper Van voller Begeisterung zu vermitteln. Zum Ausklang der Trendtour traf man sich im Sternbräu. Die traditionelle Braugaststätte blickt auf eine mehr als 600-jährige Geschichte zurück. Hier findet man in einzigartigem Ambiente 5 Lokale, 14 Gaststuben und 3 Gastgärten mit Schmankerl der österreichischen und internationalen Küche. Schon Wolfgang Amadeus Mozart hat sich 1777 im Sternbräu wohlgefühlt. Nicht anders ging es den Gästen des FCSI bei Salzburger Schmankerl und frisch gezapftem Bier – schade nur, wenn die sogenannten Bauernspätzle aus der Tüte kommen.

Der rote Faden

Ein besonderes Menü in 10 Gängen hatten Josef Meringer FCSI und sein Kollege Günter Schwarz CMC parat. Sie lieferten unterschiedliche Rezepturen für erfolgreiches Netzwerken, welche von den Tagungsteilnehmern direkt in die Praxis umgesetzt werden konnten. Deren Kreativität kannte keine Grenzen. Als originellste Idee präsentierte Andreas Romani ein Spezialshampoo für „Bold Heads“ mit Glanzverstärker. Die Moderatoren lieferten nicht nur den roten Faden für einen spannenden Workshop, sie hatten auch gleich noch ein Spezialrezept für Salzburger Nockerln parat, mit 1 Teil Arbeit, 2 Teilen Zusammenarbeit und Kommunikation, 1 Schuss Toleranz, 3 Esslöffel Optimismus und etwas Zuversicht. „Die Mutter von Goethe hat dieses Rezept nicht niedergeschrieben, aber sie würde es sicherlich gut heißen“, so Josef Meringer, der im Rahmen der Veranstaltung für 30 Jahre Zugehörigkeit zum weltweiten FCSI geehrt wurde.

Martiniganserl im Country-Club

Nach einer abwechslungsreichen Tagung ging es abends zum „Gut Altentann“.  Hier stand Spitzenkoch Helmut Schinwald in einer MKN-Küche am Herd.  Für die FCSI-Gäste hatte er nicht nur Martiniganserl der Extraklasse vorbereitet.  Als Überraschung wurde der karamellisierte Kaiserschmarrn direkt in der Küche zubereitet und flambiert. Die korrespondierenden Weine aus heimischen Reben hatten Helmut und Nicole Schindwald mit Bedacht ausgewählt – schließlich hatten sie Brancheninsider zu Gast.  Doch nicht nur an diesem Abend bestätigte sich, zu welchen Spitzenleistungen sich die österreichischen Winzer in den letzten zehn Jahren emporgeschwungen haben. Was wäre ein Aufenthalt in Salzburg ohne Musik? Die charmante Andrea Wittmann aus dem benachbarten Chiemgau begleitete den Abend mit leisen Tönen auf dem Flügel und einigen Gesangseinlagen.  Sie bezauberte mit einem variantenreichen Programm – von klassisch bis alpenländisch.

Der „Golf & Country Club Gut Altentann“

ist der erste von Jack Nicklaus entworfene 18-Loch-Golfplatz auf dem europäischen Kontinent. Laut eigener Aussage hat es ihm viel Freude gemacht hat, in dieser wunderschönen Umgebung unter so optimalen Voraussetzungen zu wirken. Der Amerikaner Jack Nicklaus, auch bekannt als „The Golden Bear“, gehörte von den 1960er bis in die späten 1980er Jahre zu den besten Golfern der Welt. Und so mancher unter den FCSI-Gästen bedauerte, dass für den nächsten Tag die Mitgliederversammlung und ein Messerundgang auf der Agenda standen und nicht etwa eine Runde Golf bei herrlichstem Sonnenschein.

FCSI wählt neuen Vorstand

Martin Rahmann nutzte die Versammlung auch für einen Rückblick auf seine ersten drei Jahre als Präsident des FCSI Deutschland-Österreich e.V. Nicht nur er, auch sein Vize Frank Wagner und die Beiräte Hildegard Dorn-Petersen und Iris Schmid konnten eine Erfolgsbilanz vorstellen. Dann wurde es spannend, denn es standen Neuwahlen an. Die Positionen des Schatzmeisters sowie die Resorts „Wissen & Bildung“ und „Marketing“ waren neu zu besetzen, der restliche Vorstand kandidierte erneut. Das Ergebnis der geheimen Wahl war einstimmig – eine perfekte Ausgangslage für eine künftige Verbandsarbeit. Unter Martin Rahmann als Präsident bilden künftig Frank Wagner als Stellvertreter und Helge P. Pahlke als Schatzmeister den engeren Vorstand. Neu im Team sind Klaus Häck (Wissen & Bildung) sowie Björn Grimm (Marketing). Die Öffentlichkeitsarbeit liegt weiterhin in den Händen von Hildegard Dorn-Petersen. Als Vertreter der Fördermitglieder wurden Ralph Kölch und Heinrich Brunner bestätigt. Besonders erfreulich in Salzburg war, dass im Rahmen der Tagung zahlreiche neue Mitglieder begrüßt werden konnten. Dennoch sind sich alle Verantwortlichen einig: Qualität vor Quantität. Dafür sorgen die Verpflichtung auf einen strengen Standeskodex und die Verpflichtung zur kontinuierlichen Weiterbildung.

Im Anschluss an die Wahlen fand sich eine große Zahl interessierter Gäste zu einem moderierten Rundgang über die traditionelle Herbstmesse „Alles für den Gast“.  Sie hat – wie so vieles in Salzburg – Tradition und fand nunmehr zum 42. Mal statt. In diesem Jahr glänzte das Messegelände mit einer komplett neuen Halle. Messechef Arne Petersen musste zittern, ob sie wohl rechtzeitig fertig wurde, aber letztendlich hat alles perfekt geklappt. Und so begrüßte Platin-Sponsor Küppersbusch die FCSI-Besucher in der neuen Halle 10 zum Auftakt des Messebesuchs mit prickelndem Sekt aus Österreich und einem köstlichen Mittagsimbiss. Weitere Stationen auf dem Weg durch die Hallen waren die Stände der Förderer Winterhalter, Meiko, Convotherm, Blanco und Hobart. Last, but not least wurde ein neues multifunktionales Gargerät aus dem Hause MKN präsentiert. Der FlexiChef – dieser hatte erst vor wenigen Wochen auf der Host in Mailand seine Taufe. Durch die multifunktionale Nutzung werden Küchenprozesse optimiert.

Am Ende hat sich bestätigt: Salzburg ist immer eine Reise wert. So mancher Aussteller, der seit Jahren nur das Messegelände gesehen hat, wird wiederkommen – mit der Familie, alleine, zu zweit ...